Eine grobe Untergrenze, keine fertige Auslegung
Die Verbraucherzentrale nennt für die Kühlung eines ganzen Raums mindestens 60 Watt Kühlleistung pro Quadratmeter als Orientierung. Daraus ergeben sich rechnerisch 1,2 kW für 20 m², 1,8 kW für 30 m² und 2,4 kW für 40 m².
Diese Werte sind kein Ersatz für eine fachliche Kühllastberechnung. Ein sonniges Dachgeschoss oder ein Raum mit großer Fensterfront kann mehr Leistung benötigen als ein gut gedämmter, verschatteter Raum gleicher Fläche.
20 m²: kleine Räume genau betrachten
Bei 20 m² liegt die rechnerische Orientierung bei mindestens 1,2 kW. Für Schlafzimmer sollte zusätzlich der niedrigste dokumentierte Geräuschwert betrachtet werden. Ein zu klein gewähltes Gerät läuft häufig lange, während ein überdimensioniertes Gerät nicht automatisch angenehmer arbeitet.
30 und 40 m²: Wärmequellen werden wichtiger
Für 30 m² ergeben sich mindestens 1,8 kW, für 40 m² mindestens 2,4 kW als rechnerischer Startpunkt. Bei größeren oder offenen Räumen sind Raumhöhe, angrenzende Bereiche und die Luftverteilung besonders relevant.
- Süd- und Westfenster sowie Dachlage erhöhen häufig den Bedarf.
- Computer, Fernseher, Beleuchtung und Personen geben Wärme ab.
- Außenliegender Sonnenschutz reduziert den Wärmeeintrag schon vor dem Kühlen.
kW und BTU/h richtig vergleichen
Hersteller geben Kühlleistung häufig in Kilowatt oder BTU pro Stunde an. Nach der NIST-Umrechnung entsprechen 1.000 Watt rund 3.412 BTU/h. 2,4 kW sind damit ungefähr 8.190 BTU/h.
Vergleiche immer die Kühlleistung – nicht die elektrische Leistungsaufnahme. Die Leistungsaufnahme beschreibt den Strombedarf des Geräts und ist eine andere Kennzahl.